Keine Lust auf Geschichte??? Na gut... gleich weiter zu den Bildern

Geschichte Tunesiens



 

Bilder

Keine Zeit zum Lesen von vorn bis hinten? Hier die Schnellverbindung zu den einzelnen Reiseetappen:
Sousse |  Tunis |  Karthago |  Thysdrus (El Jem) |  Matmata |  Salzwüste/Sahara |  Kairouan |  Thuburbo Majus |  Thugga (Dougga) |  Zaghouangebirge |  Rückflugbilder (Alpen/bayerische Voralpen) | 

Hinweis: Zum besseren Nachvollziehen/Verfolgen der Ausflüge kann man die kleine Tunesien-Touristenkarte sowie die historische antike Karte benutzen und in separatem Fenster offenlassen, um immer wieder nachschauen zu können.

 
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 Sousse

Sousse ist die Hauptstadt (150.000 Einwohner) des tunesischen Sahels (arab. "Küste", Bezeichnung fruchtbarer Landstriche entlang von arabischen Wüsten), des tunesischen Olivenanbaugürtels, und liegt an der zentraltunesischen östlichen Mittelmeerküste. Die Stadt wurde von den Phönikern gegründet und hatte damals, zu punischer und römischer Zeit, wie heute große Bedeutung als Mittelpunkt und Hafen eines wichtigen Landwirtschaftgebietes.


Entlang der Mittelmeerküste von Sousse gibt es unzählige Touristenhotels. Wir haben uns in "Der Burg" ("El Ksar") niedergelassen und genießen neben anderen Annehmlichkeiten häufig und ausgiebig das marokkanische Cafe mit einer gemütlichen Schischa (Wasserpfeife).


Die mehr als 1000 Jahre alte Medina (arab. "Stadt", im engeren Sinne heute "Altstadt") von Sousse gehört seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Eingang zur Medina führt über einen sehr großzügig angelegten, einladenden, zentralen Platz mit Großer Moschee (leider in Tunesien für Nichtmoslems grundsätzlich nicht zugänglich).


Das älteste existierende und kulturgeschichtlich interessanteste Gebäude der Stadt ist die Ribat, eine Art Wehrkloster, das im 8. Jh. gegründet wurde. Hier lebten sogenannte Mönch-Soldaten in klösterlicher Abgeschiedenheit und bereiteten sich darauf vor, sich im Kampf gegen die "Ungläubigen" den Tod zu suchen. Das quadratische Gebäude besteht aus den für Sousse typischen Steinquadern und ist mit Wachtürmen versehen. Die Ribat von Sousse war Teil einer Kette von Wehrklöstern, die die Ostküste vor Überfällen von See her schützen und als Nachschublager für den Vorstoß nach Europa dienen sollten. Diese Bauwerke wurden in Sichtweite voneinander errichtet, um durch Blink- oder Feuersignale vor herannahenden Gefahren zu warnen. So hat man von hier aus auch die Ribat des rund 24 km entfernten Monastir im Blick.


Der große Nador (Wachturm) bietet einen hervorragenden Blick auf den Hafen, die Souks und die Große Moschee (850 n. Chr.) sowie auf die am anderen Ende der Medina erhaben liegende Kashba, einem gewaltigen Festungsbau (859 n Chr.).


Die Kashba beherbergt eine wundervolle Sammlung spätrömischer Mosaike (2./3. Jh. n. Chr.) mit christlichen, mythischen und Alltags-Motiven, gefunden bei Ausgrabungen der zahlreichen Kirchen und privaten Villen dieser sehr wohlhabenden römischen Provinz. Dieses Museum wird nur noch übertroffen durch das (allerdings völlig überlaufene) Bardo-Museum in Tunis. Darstellung auf den letzten 3 Bildern: Neptun, Bacchus und Medusa.


Neben den Mosaiken gibt es auch einen Saal mit den spärlichen Resten (Grabstelen?) der punischen Nekropole.

 
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 Tunis

Tunis, die Hauptstadt Tunesiens, bietet heute kaum Aufregendes. Ihre Geschichte beginnt im 4. Jh. v.Chr. als punisches Tynes (röm.: Thuni), das aber ganz im Schatten des übermächtigen benachbarten Karthago stand. Ihre Bedeutung wuchs erst zu Beginn des 7. Jh. parallel zum Niedergang Karthagos als bedeutendes Zentrum des sunnitischen Islams, später dann als Amtssitz der osmanischen und französischen Besatzungsmacht. Heute ist es offiziell Landeshauptstadt, obwohl der protzige Präsidentenpalast, von dem alle Macht im Lande ausgeht, selbstherrlich und anmaßend über den Ruinen von Karthago statt in Tunis steht.


Die Innenstadt von Tunis bietet das Bild einer modernen, gesichtlosen Großstadt, wenn auch der Stil der Häuser und Straßenlampen ein wenig Pariser Flair verbreiten. Herzstück der Neustadt ist die Avenue Habib Bourguiba, die sich mit ihren zahlreichen Hotels, Restaurants und Cafés vom Lac de Tunis über die Avenue de Paris bis hin zur Medina zieht. Am Ende der Av. Habib Bourguiba erhebt sich die imposante, unmittelbar nach der Errichtung der französischen Herrschaft über Tunesien 1882 im neoromanischen Stil erbaute Kathedrale.


Ein Rundgang durch die Medina und Souks von Tunis beginnt am einfachsten an der Porte de France (erstes Bild). Die Medina besticht durch ihre 700 historisch relevanten Baudenkmäler, wie beispielsweise den rund 200 Palästen, prachtvollen Wohnhäusern und Moscheen und wurde von der UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe erklärt. Diese Sehenswürdigkeiten sind jedoch in der Regel durch den Tagestouristen (auch bei guter Orientierungsgabe) nicht auffindbar oder zugänglich, so dass ein Streifzug durch die ungewöhnlich engen und unüberschaubaren Gänge der Souks nur lohnenswert ist, wenn man sehr viel Zeit und Entdeckungswillen mitbringt oder einen arabischen Souk noch nie zuvor gesehen hat.


Das Bardo-Museum im prachtvollen ehemaligen Bey-Palast mit seiner fantastischen Antikensammlung (Schwerpunkt: spätrömische Mosaiken) dagegen ist ein unzweifelhaftes Muss für jeden Tunis-Besucher.


Skulptur Kaiser Hadrians als Mars


Wandmosaik Vergils mit 2 Musen und einer Schrift der Äneis


Hippodrom von Karthago


rustikale Szene


Schutzgott von Thugga


Neptun


Odysseus bei den Sirenen


Mosaikbrunnen


frühchristliches Motiv

 
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 Karthago

Geschichte und Bedeutung der legendären Punierhauptstadt Karthago wurde ganz oben auf dieser Seite ausführlich geschildert. Leider haben die Römer im 3. Punischen Krieg bei der völligen Zerstörung der Stadt (es wurde sogar Salz auf den Feldern ausgestreut, um Neuansiedlungen zu verhindern) gründliche Arbeit geleistet, so dass heute außer spärlichen Resten der Nekropole und einer Ahnung von Form und Ausmaß des Hafens praktisch nichts aus phönikischer Zeit mehr zu bewundern ist.


An Karthagos Handels- und Kriegshafen, der einst mehr als 200 Galeeren aufnehmen konnte, erinnern heute nur noch die an z.T. versumpften Lagunen gelegenen Mauernfundamente der Kaimauern, die sich einst auf einer Länge von 3,5 km erstreckten, jedoch zumindest soweit noch sichtbar und nachvollziehbar sind, ...


... dass es heute plausible Modelle von der genialen kreisrunden (heute noch im Prinzip in dieser Form erahnbar) Anlage mit zentralem Trockendock gibt.


Oberhalb des Hafens kommt man durch ein Villenviertel und einen schwer überschaubaren, weitläufigen Archäologischen Park zu den Resten der punischen Nekropole ...


... sowie (immer in Sichtweite des streng abgeschirmten Präsidentenpalastes, von dem man auf den Bildern immer wieder die weiße Umfassungsmauer sieht) den gigantischen Überresten der römischen Thermen, welche im 2. Jh. von Kaiser Antoninus Pius für die Hauptstadt seiner Provinz Africa proconsularis errichtet wurden, und die an Größe und Komfort den berühmten Thermen Roms in nichts nachstanden, ja diese an Schönheit der landschaftlichen Lage (direkt über/am Meer mit Salzwasser-Badebecken) sogar noch übertrafen. Auf Grund ihres Erhaltungszustandes sind diese größten Thermen Afrikas das archäologische Highlight von Karthago (Weltkulturerbe seit 1979).

 
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 Thysdrus (El Jem)


Das zu Zeiten Cäsars gegründete Thysdrus war im 3. Jh. n. Chr. eine der blühendsten Städte Nordafrikas (zweitgrößte Stadt nach Karthago), die vor allem von Olivenanbau lebte. Im Jahr 238 n.Chr. wurde der Prokonsul Gordianus hier zum römischen Kaiser ausgerufen: er gilt auch als Erbauer des berühmten Amphitheaters, das in seinen Ausmaßen dem Kolosseum kaum nachsteht (aber vermutlich nie vollendet wurde) und nach dem Kolosseum von Rom und der Arena di Verona als schönsterhaltenstes römisches Amphitheater der Welt gilt. Das Theater konnte etwa 35.000 Menschen fassen (Kolosseum: 50.000) und war damit das drittgrößte (nach Rom und Capua) des Reiches. Es misst etwa 148 x 122 m (Kolosseum: 186 x 156 m); die eigentliche Arena ist 65 m lang und 37 m breit (Kolosseum: 78 x 48m). Das Amphitheater blieb bis zum Ende des 17. Jahrhunderts fast unversehrt; dann wurde es eingerissen und als Steinbruch für den Bau des arabischen Ortes El-Djem benutzt, dessen niedrige Häuser es bis heute majestätisch überragt.

 
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 Matmata


Das Höhlendorf Matmata ist das Zentrum der südtunesischen Steinwüste. Hier spielt sich das Leben weitgehend unterirdisch ab: Zum Schutz vor Hitze, Kälte und Sandstürmen haben die Berber eine auf der ganzen Welt einzigartige Wohn-Architektur entwickelt: Unterirdische Wohnkrater mit Wohnräumen, Vorratskammern und sogar Ställen für Kleintiere. Die in den weichen Lehmboden gegrabenen Höhlen gruppieren sich in ein oder zwei Etagen um einen offenen Innenhof. Man betritt sie durch einen tunnelartigen Gang oder - sportlicher - anhand von Strickleitern. Zwar sind viele der früheren Bewohner inzwischen in moderne Siedlungen am Fuß der Berge gezogen, aber einige kleinere Gemeinden leben noch heute dort wie vor Hunderten von Jahren. Sie zeigen Fremden für ein Trinkgeld gerne ihre Wohngrotten, wo Getreide gemahlen, Fladenbrot gebacken und Olivenöl gepresst wird.


Man kann sogar stilecht in einem Höhlenhotel übernachten und stößt dabei auf Original-Kulissen der Star Wars Movies, deren Episoden IV (1977) und I (1999) zum Teil in und um Matmata gedreht wurden, insbesondere die Szenen in Luke Skywalkers Heimat, dem Wüstenplaneten Tatooine, dessen Namen vom wenig südlich gelegenen Ort Tataouine inspiriert wurde.

 
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 Salzwüste/Sahara


Mit der Oase Douz hat man einen Ort erreicht, wo sich Steinwüste, Salzwüste und die nördlichen Ausläufer der Sahara treffen, so dass man hier das Naturerlebnis "Wüste" in vollen Zügen und allen Variationen genießen kann. Stilecht ist das natürlich ausschließlich auf dem Rücken eines Kamels, auch wenn dabei einige eher wie ein ...


... Affe auf 'nem Schleifstein wirken. :-)


Durchquert man von Matmata aus Tunesien nach Westen, kommt man jetzt durch das Gebiet der großen Salzwüste, des Chott El Djerid. Links und rechts des Dammes, der die Straße trägt und schützt, sind auch bei trockenem Wetter stets Salztümpel, die sehr ans Tote Meer erinnern, und wundervolles Kristallwachstum zu beobachten.


Die Salzwüste ist eigentlich ein Salzsee, jedoch heute stark eingetrocknet - aber nicht so sehr, dass man ihn abseits des Dammes gefahrlos überqueren könnte. Das Salz ist nur an Stellen, an denen auch Wasser durchbricht, zu erkennen, der Großteil der Fläche ist jedoch von braunem Wüstensand bedeckt. Hier wachsen auch die sog. Salzrosen: Kristalle aus einem Sand-Salz-Gemisch, stark verhärtet und in bizarren Formen. Diese Salzrosen werden von den Einheimischen gesammelt und überall als Souvenirs verkauft - in der Originalfarbe braun oder auch eingefärbt in blau, rot oder grün.

Die Oase Touzeur, heute Gouvernoratsstadt, war bereits den Römern unter dem Namen Thusuros bekannt und verdankte ihren Reichtum und ihre Bedeutung dem Karawanenhandel. Einzelne heute noch zu besichtigende Bauwerke stammen aus dem 14. Jh.; insbesondere das Altstadtviertel wartet mit besonders schönen Beispielen der für Touzeur so typischen Lehmziegelarchitektur mit ihren ornamentalen Verzierungen auf. Bei den Touristen beliebt ist Touzeur heute jedoch eher wegen des ....


... Privatmuseums Dar Cherait, das in einer wunderschönen alten Villa historische Sammelsurien aus der Region, von Hochzeitsgewändern über Möbel und Koranhandschriften bis hin zu römischen Säulen zeigt. Dabei wurden auch die Räume selbst historisch rekonstruiert sowie zum Teil mit Puppen, die historische Gewänder tragen, ausgestattet. Auf dem 2. Bild ist ein Hochzeitsnotar, auf dem 3. Bild zwei Gelehrte (die schwarze Quaste am Fez ist Abzeichen eines absolvierten theologischen Studiums) beim Schachspiel zu sehen.


Die zweite Attraktion Touzeurs sind die schönen Oasenplantagen, die man per Kutsche und zu Fuß besichtigen kann (hier: Dattelplantage; die Datteln müssen bei der Ernte von oben nach unten am Stamm entlang durchgereicht werden, wofür man i.d.R. 3-4 Arbeiter benötigt). Besonders interessant ist das ausgeklügelte Wasserverteilungssystem, das auch nach über 800 Jahren noch den selben Regeln gehorcht: Durch das Öffnen bzw. Schließen der einzelnen Kanäle, die der Verteilung des kostbaren Wassers dienen, bekommt jede Parzelle für einen festgelegten (bezahlten) Zeitraum ihren Anteil.

 
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 Kairouan


Mitten in der zentraltunesischen Steppe liegt Kairouan - als erste arabische Gründung außerhalb Arabiens und Sinnbild der Ausbreitung des Islams ist sie nach Mekka, Medina und Jerusalem die viertheiligste Stadt des Islam, mit einer der schönsten erhaltenen Altstädte Tunesiens (UNESCO-Weltkulturerbe). Kairouan (arab. al-Qairawan, das Feldlager) wurde bereits 670 n. Chr. als befestigtes arabisches Heerlager gegründet und erlebte von 808 - 909 als Hauptstadt der Aghlabiden als geistig-religiöses und kulturelles Zentrum seine Blütezeit, die mit einer bis heute deutlich sichtbaren regen Bautätigkeit einher ging. Kairouan konnte seinen damaligen Status zwar nie wieder zurückgewinnen, doch blieb der Stadt eine wichtige Rolle im Islam erhalten: Sieben Wallfahrten nach Kairouan ersetzen die für jeden Muslim obligatorische Wallfahrt (arab. hadsch) nach Mekka.


Die "Moschee der drei Tore" (866) ist eines der ältesten Bauwerke der Stadt. Mit deutlich maurischen Zügen versehen verlaufen über den drei Toren prachtvolle Ornament- bzw. Kufibänder.

 
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 Thuburbo Majus


Thuburbo Majus (Lage) ist vermutlich als Augusteische Veteranensiedlung um Christi Geburt entstanden und gelangte im Zentrum eines fruchtbaren Landwirtschaftsgebietes an den Hängen des Atlas schnell zu Reichtum, wie die prächtigen Überreste des Capitols und anderer Gebäude bezeugen.


Die Stadt besaß natürlich auch großzügige Thermen und einen Saturnstempel.


Bis heute wird in Thuburbo Majus weiter ausgegraben; oft stehen die erfolgreichen Forschungen wie hier unter deutscher Aufsicht. :-)


Selbst tunesische Zahnärzte leisten freiwillige Aufbaustunden in diesem großartigen Projekt und bringen sogar ihr eigenes Werkzeug mit. :-))

 
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 Thugga (Dougga)

Thugga (arab. "Dougga") ist eine der prachtvollsten römischen Ruinenstädte in Nordafrika. Die Stadt wurde 1997 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Sie liegt im innertunesischen Bergland etwa 100 km südwestlich von Tunis und Karthago. Die antike Stadt erhob sich landschaftsbeherrschend am Hang eines Steilfelsens oberhalb des Oued Khaled. Durch dieses fruchtbare Tal führte in der Antike die wichtige Ost-West-Straße von Karthago nach Theveste (dem heutigen Tebessa in Algerien).

Der heute sichtbare Baubestand Thuggas wurde größtenteils zwischen 1903 und 1938 unter der Leitung des französischen Forschers Louis Poinssot ausgegraben, der sich jedoch fast ausschließlich für die wohlerhaltenen Bauten der mittleren und vor allem späten Kaiserzeit interessierte. 1995 wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Archäologischen Institut Freiburg und der tunesischen Antikenbehörde ein deutsch-tunesisches Kooperationsprojekt zur archäologischen Erforschung der Stadt ins Leben gerufen. Es geht dabei vornehmlich um die Frühzeit der Stadt, bevor der Bauboom des 2. und 3. nachchristlichen Jahrhunderts das Stadtbild Thuggas grundlegend veränderte.


Das guterhaltene Theater wurde 168 - 169 errichtet.


Zwei Jahre vorher (166-167) entstand am Forum das Capitol (Jupitertempel), der zu großen Teilen erst von den Archäologen wieder aufgerichtet werden musste.


Forum mit angrenzendem Sklavenmarkt (letzte beiden Bilder)


südöstliche antike Zufahrtsstraße


Im Turmmausoleum des Numiderfürsten Ataban (Anfang oder Mitte des 2. Jh. v.Chr., Zeit der Herrschaft des numidischen Königs Massinissa) befand sich eine Inschrift in punischer (d.h. westphönikischer) und libyscher (d.h. numidisch-berberischer) Sprache. (Das Phönikische, das bis zur arabischen Eroberung als eine der Verkehrssprache im Mittelmeerraum diente, gehört mit dem Hebräischen, Moabitischen, Edomitischen und Ammonitischen zu den kanaanäischen Sprachen, welche gemeinsam mit dem Arabischen und anderen Sprachen die zentralsemitische Sprachfamilie bilden. Die davon unabhängige Berbersprache bildete basierend auf dem Phönikischen ein eigenes Zeichensystem aus.) Das dreistöckige, 21 m hohe Monument weist sowohl hellenistische als auch orientalische Stilelemente auf. Die libysch-punische Inschrift wurde im Jahre 1842 durch Engländer (unsachgemäß) entfernt und ist heute im British Museum in London zu besichtigen. Sie ermöglichte trotz Zerstörung bei ihrer Entfernung die Entzifferung des altlibyschen Alphabets.


Die sog. Licinierthermen wurden im frühen 3. Jh. unter Caracalla erbaut.

 
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 Zaghouangebirge


Eine Quelle im Atlas-Gebirge, beim heutigen Ort Zaghouan gelegen, versorgte in der Zeit des Römischen Imperiums das 90 Kilometer nordöstlich gelegene Karthago (incl. seiner luxuriösen Thermen!) und andere römische Städte über einen heute noch funktionsfähigen Äquadukt mit Wasser. Über der Quelle, dem Ausgangspunkt des riesigen Aquäduktes, wurde dem Neptun ein Tempel geweiht und ein Nymphäum errichtet. Die nahegelegene Stadt Zaghouan ist ein landwirtschaftliches Zentrum und liegt in klimatisch bevorzugter Lage direkt am gleichnamigen Berg Zaghouane (1295 Meter hoch).

 
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 Rückflugbilder (Alpen/bayerische Voralpen)


Abflug vom Flughafen Monastir, vorbei an Salzgewinnungsanlagen


Alpen- und Inntal-Überflug


Starnberger See


Isartal mit Großhesseloher Brücke, Thalkirchen und Tierpark Hellabrunn


Schloss und Flugwerft/Flughafen Schleißheim


Dachau