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Geschichte New Yorks

Wie Kapstadt an der Südküste Afrikas entstand Neu-Amsterdam als koloniale Handelsniederlassung der Holländischen Ostindischen Gesellschaft im 17. Jahrhundert und teilte wie Kapstadt das Schicksal einer wenige Jahrzehnte später erfolgenden Okkupation durch das britische Empire, welches die Stadt in New York umtaufte. Die Kolonie an der Nordostküste Nordamerikas nahm einen schnellen Aufstieg, ihre wirtschaftliche Macht wurde von der englischen Regierung unterschätzt: Drangsalierungen führten zum von Boston ausgehenden Aufstand gegen die Kolonialherren und nach kurzem Freiheitskampf zur Unabhängigkeit der USA, deren erste Hauptstadt New York wurde, bevor deren Sitz nach Philadelphia und später das eigens errichtete Washington verlegt wurde. Die Entwicklung der Stadt florierte ungehindert weiter, und nach dem 2. Weltkrieg wird sie quasi zur "Hauptstadt der Welt" - als Sitz der Vereinten Nationen und bis heute wichtigster Handels- und Börsenplatz der Weltwirtschaft.

Wichtige Jahre und Ereignisse:

1524
Giovanni da Verrazano, italienischer Kaufmann und Navigator, entdeckt auf seiner Suche nach der Nordwest-Passage die heutige New York Bay. Verrazzano trifft dort auf die Algonquin-Indianer, die ihre Insel "Manahatta" (hügelige Insel) nennen. Die Verrazano-Narrows Bridge, die heute Brooklyn mit Staten Island verbindet, trägt daher seinen Namen.

1609
Die Holländische Westindische Kompanie entsendet Henry Hudson auf eine weitere Suche nach einer Nordwest-Passage nach Indien. Hudson landet in der New York Bay und folgt dem später nach ihm benannten Fluß stromaufwärts.

1621
Die Holländische Westindische Kompanie erwirbt die Handelsrechte für das Gebiet, das sich von Cape May (New Jersey) bis nach Neuengland erstreckt. Wichtiger Grund für die Errichtung des Handelspostens ist die günstige geographische Lage und der natürliche Hafen im Schutz von Long Island.

1624
Die ersten weißen "Auswanderer" (ca. 30 wallonische Familien) siedeln sich in "Nieuw Nederland" an, nennen ihre Siedlung auf der Südspitze Manhattans "Nieuw Amsterdam" und betreiben mit den dortigen Einwohnern Pelzhandel.

1626
Peter Minuit - deutscher Kaufmann aus Wesel - erwirbt offiziell im Tauschhandel mit den Indianern die Insel Manhattan und wird ihr erster Gouverneur. Neben dem Pelzhandel nimmt der Ackerbau zu, wofür afrikanische Sklaven herangezogen werden.

1639
Der Däne Johannes Bronck läßt sich nördlich von Manhattan nieder und wird somit zum Gründer der (als einziger New-Yorker Stadtteil) auf dem Festland liegenden Bronx.

1649
Peter Stuyvesant wird von der Holländischen Westindischen Kompanie als Gouverneur nach "Nieuw Amsterdam" entsandt. Stuyvesant beginnt mit einer gezielten Siedlungsplanung und erläßt Gesetze. "Nieuw Amsterdam" dehnt sich innerhalb der unteren Südspitze Manhattans aus. Peter Stuyvesant läßt 1653 im Norden einen Schutzwall errichten (die heutige Wallstreet), in der Siedlung die Straßen befestigen und ein Krankenhaus errichten. Stuyvesant beugt sich dem Druck der Westindischen Kompanie, zu deren Aktionären auch reiche Amsterdamer Juden gehören, und erlaubt die Einwanderung von Juden. Die Einwohnerzahl steigt auf 1500 Menschen. Der Wettbewerb zwischen Holländern, Franzosen und Engländern im Pelzhandel wächst.

1662
Stuyvesant läßt den englischen Quäker John Bowne verhaften, was zu Verstimmungen mit der Westindischen Kompanie und den Engländern führt.

1664
Im Auftrag von James, Duke of York (und Bruder des englischen Königs), landet Richard Nicolls mit 450 Soldaten in Brooklyn. Stuyvesant muss sich aber ob der Übermacht der Engländer kampflos geschlagen geben. Nicolls wird Gouverneur und nennt die Siedlung "New York".

1673
Die Niederländer übergeben New York endgültig an England, nachdem sie es in den vorangegangenen Jahren noch einmal zurückerobert hatten.

1693
Die Engländer errichten mit 92 Kanonen im "Battery Park" einen Schutz vor feindlichen Angriffen.

1765
England geht siegreich aus den Kriegen gegen die Franzosen und Indianer hervor. Um die Kosten zu decken werden Importsteuern auf Zuckersirup erhoben - der "Sugar Act". Der "Stamp Act" erfordert für jede geschäftliche Transaktion einen Stempel. Beides führt zu erheblichem Widerstand seitens der Kolonisten.

1766
Der "Stamp Act" wird wieder verworfen, aber durch den "Townshend Act" ersetzt. Die Besteuerung von Importen aus Europa führt zum Boykott sämtlicher europäischer Produkte. Die Differenzen erreichen ihren Höhepunkt 1773 in der "Boston Tea Party", bei der Steuerrebellen 342 Kisten Tee in den Hafen Bostons werfen. Die Strafzölle der Briten führen am 22. April 1774 auch in New York zu einer "Tea Party": Die New Yorker bringen ein englisches Schiff in ihre Gewalt und werfen aus Protest gegen die Teesteuer die Ladung ins Wasser.

1775
In Lexington, Massachusetts, beginnt der amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Als 1776 die Unabhängigkeitserklärung auch in New York öffentlich verlesen wird, ziehen Demonstranten den Broadway hinunter und stoßen in Bowling Green die Statue von König Georg III. vom Sockel. General George Washington erringt in Boston einen Sieg gegen die Briten und wählt wegen der starken britischen Besatzung New York als nächstes Ziel. Als Stützpunkt errichtet er im Norden Manhattans Fort Washington. Sein Gegner - General William Howe - besetzt Staten Island. Nach erfolglosen Kämpfen zieht sich Washington im Oktober des Jahres von Manhattan zurück. New York ist in britischer Hand. Während der Handel in den kommenden Jahren in den meisten anderen Häfen zum Erliegen kommt, führt die britische Besatzungszeit (durch die Belieferung der Truppen) zu einem Ausbau des Handels und des Hafens von New York.

1783
Mit dem Frieden von Paris wird die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten besiegelt. Im November ziehen sich die britischen Besatzer aus New York zurück und Washington hält Einzug.

1784
Johannes Jakob Astor aus Waldorf in Deutschland kam 1784 mit $25 und sieben Flöten in den USA an. Als begnadeter Kaufmann erwarb er ein unbeschreibliches Vermögen und avancierte zum reichsten Mann des Landes. Er begründete eine Familiendynastie und das weltberühmte New Yorker Hotel Waldorf Astoria. Er stirbt 1848 als der reichste Mann Amerikas. | Die Bank of New York wird gegründet.

1788
New York wird Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und der Vereinigten Staaten von Amerika.

1789
30. April - George Washington wird ein Jahr nach der Ratifizierung der Verfassung der Vereinigten Staaten vor der heutigen "Federal Hall" in Manhattan zum ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt und hält seine Antrittsrede.

1790
New York City verliert seine Rolle als Hauptstadt an Philadelphia. Sie ist aber jetzt die zweitgrößte Stadt der Vereinigten Staaten, hat mehr als 33.000 Einwohner und beginnt, sich zur Wirtschaftsmetropole der jungen USA zu entwickeln.

1792
Gründung der Börse in der Wallstreet im Jahre 1792.

1811
John Randal legt den Comissioners Plan - einen städtebaulichen Entwurf - vor, der Manhattan in ein Rechteck-Raster aus 30 m breiten Avenues in Nord-Süd-Richtung und 18 m breiten, durchnummerierten Querstraßen einteilt. Randal sieht bereits eine Bebauung bis zur 155th Street vor - diese wird aber erst Ende des 19. Jahrhunderts realisiert.

1820
Die Einwohnerzahl in NYC steigt auf über 123.000 Einwohner und macht die Stadt damit zur größten in den USA. Gebäude aus dieser Zeit zählen zu den ältesten erhaltenen im heutigen New York.

1832
Die erste Eisenbahn New Yorks fährt zwischen Harlem und Downtown.

1851
Die erste Ausgabe der "New York Times" wird veröffentlicht.

1858
Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux erhalten den Auftrag zur Gestaltung des Central Parks, da auf Grund des engen Bebauungsplans klar war, dass es sonst in der Großstadt keine Grünflächen geben wird.

1859
Der erste Lift befördert die Gäste im Fifth Avenue Hotel.

1883
Das Wunder der Technik, die Brooklyn Bridge, wird nach 16 Jahren Bauzeit unter Mitwirkung von 600 Arbeitern eingeweiht und verbindet Brooklyn mit Manhattan. Im selben Jahr wird auch die Metropolitan Opera eröffnet.

1886
Am 28. Oktober wird die Freiheitsstatue, ein Geschenk Frankreichs, eingeweiht.

1891
Die Carnegie Hall wird mit einem Konzert unter der Leitung von Peter Tschaikowski eröffnet.

1892
Auf Ellis Island wird ein Einwanderungszentrum eröffnet. Bis zu seiner Schließung 1954 sind rund 17 Millionen Immigranten über Ellis Island nach Amerika eingewandert.

1898
Die fünf Boroughs werden zu Greater New York zusammengefasst.

1902
Das Flatiron Building ist fertig gestellt - mit 20 Stockwerke das höchste Haus der Welt. | Präsident Theodore Roosevelt stimmt der Nutzung seines Namens von einem Geschäftsmann aus Brooklyn zu - der Teddy Bear wird Legende. | Macy’s eröffnet das Kaufhaus in der 34th Street.

1904
Die IRT Subway startet die erste Fahrt von der City Hall zur West 145th Street. | Die New York Times zieht nach Uptown - Longacre Square (Kreuzung Broadway - 5th Av.) wird in Times Square umbenannt.

1909
John D. Rockefeller ist der erste Milliardär der Welt. | Die Queensboro Bridge erhebt sich über dem East River.

1911
Das Central Research Building der New York Public Library, ein architektonisches Meisterwerk von Carrere and Hastings, wird eingeweiht.

1913
Der neue Grand Central Terminal wird eröffnet. | Die New York World veröffentlicht das erste Kreuzworträtsel. | Das Woolworth Building ist fertig gestellt – es ist mit 242 m das höchste Gebäude der Welt.

1922
Der Cotton Club in Harlem wird eröffnet, schwarze Künstler treten vor größtenteils weißem Publikum auf. | Reader’s Digest wird in Greenwich Village in Süd-Manhattan gegründet.

1929
Das Museum of Modern Art wird eröffnet. | Der Aktienmarkt an der Wall Street zerbricht am 29. Oktober auf Grund maßlosen Spekulantentums und fehlender Börsenaufsicht, es folgt die Große Weltwirtschaftskrise.

1931
Die George Washington Bridge wird eingeweiht – als längste Hängebrücke der Welt. | Das Chrysler Building ist mit 319 m für wenige Monate das höchste Gebäude der Welt. | Das Empire State Building ist fertig gestellt: 381 m. | Die Bauarbeiter am Rockefeller Center begründen eine neue Tradition, indem sie einen Weihnachtsbaum an der Baustelle errichten.

1946
John D. Rockefeller stiftet Land für die Errichtung der United Nations und sichert das Hauptquartier in New York City.

1950
Greater New York (mit den umgebenden Vororten) ist mit 12,3 Millionen Menschen die größte Metropole der Welt. | Das United Nations Secretariat Building wird eröffnet.

1963
Das Pan Am Building (heute Met Life) in der Park Avenue hinter dem Grand Central Terminal wird eingeweiht.

1964
Die Verrazano Narrows Bridge wird eröffnet und verbindet Brooklyn und Staten Island.

1976
Die Twin Towers des World Trade Centers werden eingeweiht und sind für 25 Jahre das höchste Gebäude New Yorks.

2001
25 Jahre nach ihrer Einweihung fallen die beiden Türme des World Trade Centers am 11. September nach einem Terroranschlag in sich zusammen. Es sterben 3.000 Menschen, darunter mehr Polizisten als in der gesamten Geschichte New Yorks insgesamt zuvor. Der "9/11" (zufällig identisch mit der allgemeinen Notrufnummer in den USA, die an diesem Tage in Rekordhöhe gewählt wurde) wird zu einen sprichwörtlichen, traurigen Datum der Stadtgeschichte.



 

Bilder

Keine Zeit zum Lesen von vorn bis hinten? Hier die Schnellverbindung zu den einzelnen Reiseetappen:
Manhattan Midtown |  Uptown Manhattan |  Lower Manhattan |  Brooklyn und Brooklyn Bridge |  Bronx |  Liberty Island, Ellis Island, Staten Island

Hinweis: Zum besseren Nachvollziehen/Verfolgen der Stadtrundgänge kann man den Manhattan-Stadtplan benutzen und in einem separaten Fenster offen lassen, um immer wieder nachschauen zu können.

 
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 Manhattan Midtown

Manhattan Midtown zwischen Chelsea im Süden und Central Park im Norden ist das Gebiet der Stadt, das man am ehesten mit New York in Verbindung bringt und auf den ersten Blick gleichsetzen könnte. Hier in the very mid of New York zwischen 3rd und 8th Av. (die Avenues durchziehen Manhattan in Längsrichtung und werden vom Osten am East River zum Westen am Hudson von 1 bis 12 hochgezählt) und 30th bis 55th St. (die Streets verlaufen quer und werden vom Süden an der Houston Street bis in den Norden Harlems von 1 bis 228 hochgezählt) gibt es einfach (fast) alles, was Touristen kennen und sehen wollen: im südlichen Midtown die berühmtesten Wolkenkratzer Empire State Building und Chrysler Building, die Public Library, die Vereinten Nationen, den Grand Central Terminal und die Penn Station mit dem Madison Square Garden, im nördlichen Midtown die Carnegie Hall, das Rockefeller Center, die St. Patrick's Cathedral, Waldorf Astoria und Museum of Modern Art (MoMA). Und genau in der Mitte, wo sich Broadway und 42nd St. zwischen 6th und 7th Av. kreuzen: der Times Square und das Nacht- und Theaterleben, durch welches Broadway und 42nd Street legendär wurden. Und nicht zuletzt befinden sich in Midtown die nobelsten Geschäfte New Yorks: entlang der 5th Av., der zentralen Ader der Stadt, welche Manhattan in Ost und West teilt, nicht zu vergessen die Nobel-Kaufhäuser Bloomingdale's (3rd Av./59th St.) und Macy's am Herald Square (6th Av./34th St.).

Public Library (5th Av., 40th-42nd St.), ein elegantes neoklassizistisches Bauwerk vom Beginn des 20. Jahrhunderts

Das Grand Central Terminal (42nd St./Park Av.; auf dem ersten Bild im Hintergrund: Chrysler Building), der Hauptbahnhof New Yorks, stammt aus der selben Bauperiode wie die Bibliothek und zählt heute immer noch zu den schönsten Bahnhöfen der Welt. Er besteht aus mehreren riesigen Geschossen, die so weitläufig sind, dass hier die Polizei in Miniautos unterwegs ist. Kaum vorstellbar, dass dieses Schmuckstück eines Bahnhofs in den 70er Jahren fast abgerissen und durch ein modernes Gebäude ersetzt werden sollte, was die Onassis-Familie in einer großen Kampagne verhindern konnte.

Blick weiiiiiiiiit hinauf zum Turm des Chrysler Building (3. Av./42nd St.)

Das Empire State Building (5th Av., 33rd-34th St.) ist eine Legende für sich: der berühmteste Wolkenkratzer der Welt und seit seiner Erbauung 1931 (mit 25 Jahren Unterbrechung durch das World Trade Center) mit 381 m das höchste Gebäude New Yorks.

Aus dem 86. Stockwerk ergeben sich fantastische Blicke auf den East River (links Chrysler Building, Queensboro Bridge und UN Secretary Building und Queens; rechts Brooklyn Bridge und Brooklyn), ...

... die 5th Av. Richtung Norden (vorne Public Library, mitte St. Patrick's Cathedral und gegenüber Rockefeller Center, hinten Central Park), ...

... nach Westen entlang der 33rd und 34th St. zum Hudson (vorne Macy's, mitte links Penn Station und Madison Square Garden, hinten Hudson und New Jersey) sowie ...

... als vielleicht schönste Aussicht der Blick nach Süden entlang 5th Av. und Broadway, an deren Kreuzung 1902 mit dem Flatiron Building der erste Wolkenkratzer errichtet wurde (hinten: Financial District; gaaanz hinten: links Brooklyn, Verrazano-Narrows Bridge und Atlantik, mitte: Staten Island, rechts: Freiheitsstatue und New Jersey).

Passend dazu und wie gerufen findet sich auf der Aussichtsplattform ein kleiner Abriss über die Geschichte der höchsten Gebäude New Yorks - man vergleiche den Plan mit dem vorhergehenden Fotos!

Und was wäre ein Besuch on top of the ESB ohne Erinnerungsfoto???

Überwältigend schön und abwechslungsreich inmitten des Trubels von Midtown ist ein Besuch der Cathedral of Sant Patrick, die eingeklemmt zwischen Wolkenkrazern und Nobelgeschäften direkt an der 5th Av. (Ecke 50th St.) gegenüber dem Rockefeller Center liegt und einen Pol der Ruhe bietet. Sie wurde 1858 - 1879 errichtet und ist die größte katholische neogothische Kirche der USA und Sitz des Erzbischofs von New York.

Das Rockefeller Center ist etwas ganz Besonders in der Baugeschichte New Yorks. In den 20er und 30er Jahren investierte der Milliardär John D. Rockefeller in ein einzigartiges städtebauliches Experiment: die Schaffung eines 3 Häuserblocks (48th-51st St. zwischen 5th und 6th Av.) umfassenden baulich homogenen kommerziellen Komplexes, der als "Stadt in der Stadt" auf engem Raum Geschäfte, Büros, Passagen, Verkehr, Kommunikation und Unterhaltung über- und unterirdisch verbindet, unterbrochen von Gängen und Plätzen. Sein Vorbild liegt in den Agoren und Foren der Antike und den mittelalterlichen Markplätzen. Seine weltweiten Nachahmer der Neuzeit heißen heute "Mall" oder "Einkaufspassage", haben aber nicht den Charme der 30er-Jahre-Architektur New Yorks.
Bekrönt wird das Rockefeller Center durch den riesigen zentralen Turm, ...

...vor welchem sich der größte und zentrale Platz, die Rockefeller Plaza, befindet, berühmt weltweit durch den herrlichen zur Adventszeit aufgestellten Weihnachtsbaum und die Schlittschuhläufer im Winter.

Die unterirdischen Einkaufstraßen mit direktem Zugang zur U-Bahn zählen seit über 70 Jahren sicher immer noch zu den geschmackvollsten der Welt.

Im Rockefeller Center befindet sich auch einer der äußerst sehenswerten Museumsshops des Metropolitan Museum of Art, wo man kunstvolle Repliken antiker oder mittelalterlicher Objekte erstehen kann.

An der 5th Avenue finden sich in unmittelbarer Nähe von St. Patrick's Cathedral und Rockefeller Center auch diese stilvollen Nobelschaufenster.

Zwischen East River und 1st Av. befindet sich zwischen 42nd und 48th St. das Hauptquartier der Vereinten Nationen. Hier auf einem großzügig von John D. Rockefeller gestifteten Grundstück entstanden in den 50er Jahren die wichtigsten beiden Gebäude der UN: die Assembly Hall und das Secretary Building. Während das hochaufragende Secretary Building mit dem Sitz des UN-Generalsekretärs und der UN-Exekutive nicht öffentlich zugänglich ist, kann man die flache Assembly Hall, in der die Sitzungen der verschiedenen Organe der UN wie Generalversammlung, Sicherheitsrat, WHO und vieler vieler anderer stattfinden, in einer Führung ausgiebig besichtigen, z.B. ...

... den Versammlungssaal des Sicherheitsrates und ...

... den Tagungssaal der Vollversammlung. Hier sitzen die Mitgliedsländer übrigens streng in alphabetischer Reihenfolge ihrer englischen Kurzbezeichnung. Dabei sitzt aber nicht etwa ständig Afghanistan auf dem 1. Platz ganz vorne, sondern dies roulliert von Jahr zu Jahr, wobei die alphabetischer Reihenfolge beibehalten wird.

In den weitläufigen Gängen befinden sich in zahlreichen Vitrinen interessante Gegenstände aus den einzelnen Mitgliedsnationen oder der Geschichte der UN, und auch mal ein echter Blauhelm, die inzwischen weltbekannte traditionelle Kopfbedeckung der UN-Friedenstruppen.

Das unbestrittene Zentrum von Midtown Manhattan und ganz New York an der Kreuzung von Broadway und 42nd St. stellt der Times Square dar, wobei der Name "Square" ("Platz") etwas irreführend ist, da es sich eigentlich nicht um einen Platz, sondern eher ein Anreihung riesiger, breiter (durch den schräg hindurchlaufenden Broadway) Straßenkreuzungen von Broadway und 7th Av. untereinander sowie mit den querlaufenden Streets (42nd - 46th St.) handelt. Das sieht tatsächlich so chaotisch und unübersichtlich aus, wie es sich anhört, vor allem, weil es sich hier bei Tag und Nacht um die überlaufendste Stelle in ganz New York handelt, wozu die unzähligen Touristen keinen geringen Beitrag leisten. Von hier aus strömen die Menschen in riesige Kaufhäuser, zahllose Restaurants und kleine Shops sowie nicht zuletzt die legendären Musicals, Shows und Theater von Broadway und 42nd Street. Benannt wurde der "Platz" übrigens 1904 nach der berühmten "New York Times", die hier in Hausnummer 1 residiert.

Vom Madison Square Garden, der zusammen mit der unterirdischen Penn(sylvania) Station zwischen 7th und 8th Av. sowie 31st bis 33rd St. einen einheitlichen, in einander übergehenden Gebäudekomplex bildet, ist leider durch den dort zum Zeitpunkt unseres Besuches unter strengster Bewachung stattfindenden Wahlkampf-Parteitag der Republikanischen Partei nicht viel zu sehen. Die vielleicht berühmteste (und durch den Penn-Bahnhof bestangebundenste) Mehrzweckhalle der Welt (bestehend aus Kongresszentrum, Kino, Theater und Sportfeld) wird vor allem für Sportevents (Boxen, Basketball, Eishockey) und Konzerte benutzt. Hier konzertieren vor 20000 Zuschauern alle großen Stars der Rockgeschichte von den Stones über Elvis zu Madonna und finden großartige Sportereignisse statt (1971 Muhammed Ali gegen Joe Frasier). Nicht zuletzt tragen hier sowohl das NBA-Basketballteam der New York Knicks als auch das Eishockeyteam der New York Rangers ihre stets ausverkauften Heimspiele aus.

Gleich ums Eck' hat man von der Ecke 8th Av. einen schönen Blick in die die 34th St.

Eine kleine Sensation von Midtown Manhattan ist das Intrepid Sea-Air-Space Museum am Hudson auf Höhe der 45th/46th St. Der ausgediente Flugzeugträger Intrepid liegt hier vor Anker und bietet auf seinen vielen riesigen Decks gigantische Einblicke in die Dimensionen und den Arbeitsalltag auf einem Flugzeugträger, in die Geschichte von Raum-, Luft-, Seefahrts- und Militärtechnik sowie nicht zuletzt famose Ausblicke auf den Wolkenkratzerdschungel Manhattans.
Die Intrepid wurde 1943 gebaut und griff sofort massiv in den Pazifischen Krieg gegen Japan ein, wobei sie mehrfach durch Kamikaze-Flieger schwer beschädigt wurde. In den 60er Jahren diente sie der NASA als Rückholschiff für die im Meer landenden ersten bemannten Raumflugunternehmen der USA. Später ist die Intrepid am Vietnamkrieg beteiligt und wird nach dessen Ende im Mittelmeer stationiert. 1974 wird die Intrepid stillgelegt und kurz vor der geplanten Verschrottung 1982 von einem New Yorker Privatmann aufgekauft und in ein Museum umgewandelt. Auf ihren Decks gibt es tolle Technikexponate zu bestaunen, z.B. ...

... eine Concorde "Alpha Delta" der British Airways, die bis heute den Rekord für die schnellste Atlantiküberquerung eines Passagierflugzeugs hält (knapp 3 Stunden, aufgestellt bei Mach2 und 20.000 m Flughöhe); oder ...

... auf dem Intrepid-Hangardeck einen legendären "AH-1 Cobra Gunship"-Luft-Boden-Angriffshubschrauber aus dem Vietnamkrieg, oder ...

... ein "A-12 Blackbird"-Spionageflugzeug auf dem Flugdeck.

Weitere legendäre Flugmaschinen auf dem Flugdeck sind ein "UH-I Huey"-Mehrzweckhubschrauber und ein "F-14 Tomcat"-Marine-Abfangjäger in 2 Varianten.

Spannend sind natürlich auch die Originaleinrichtungen des Flugzeugträgers wie die Brücke, der Gefechtsstand und die Flakgeschütze.

Zu den eher kuriosen Exponaten des Intrepid-Sea-Air-Space-Museums gehören das älteste Kampf-U-Boot der Kriegsgeschichte (welches im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg versuchte, englische Kriegsschiffe nachts in Reede unter Wasser anzubohren - was misslang, jedoch glückte zumindest die unerkannte Flucht) und ein russischer T-72-Angriffspanzer.

Mit am beeindruckensten am ganzen Museum sind (nicht im Bild) ein Flug mit dem "G-Force-Encounter" (ein zweisitziger Flugsimulator, in welchem man für 5 Minuten ein Kampfflugzeug in 3 Achsen 360-Grad-drehbar steuern kann - incl. echten Überkopf- und Sturzflügen) sowie immer wieder die Blicke über das unendlich groß scheinende Flugdeck und auf die Skyline von Midtown.

 
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 Uptown Manhattan

Die Uptown von Manhattan befindet sich östlich (Upper East Side) und westlich (Upper West Side) vom sie alles beherrschenden Central Park und ist mit Central Park, Lincoln Center, Metropolitan Opera, Metropolitan Museum of Art, Carnegie Hall und Guggenheim Museum ein Synonym für Erholung, Bildung und gehobene Unterhaltung in Manhattan als auch mit Luxuswohnungen und Trump Tower für die Reichen und Erfolgreichen New Yorks. Sie grenzt mit der 55th St. südlich an Midtown und nördlich (110th St., hier endet der Central Park) an Harlem.

Die Carnegie Hall an der 57th St. (Ecke 7th Av.) wurde 1891 mit einem Konzert unter Leitung von Peter Tschaikowski eingeweiht und ist seitdem die vielleicht berühmteste und wichtigste Klassik-Konzerthalle der Welt. Benannt wurde die Halle nach Andrew Carnegie, der den Bau finanzierte. Sie wurde entworfen als Ziegelsteinbau im italienischen Renaissance-Stil. Wenige Blocks weiter befinden sich die Carnegie Delikatessen (mit "Deli" meinen die Newyorker eine Imbissbude), einem Lieblingsrestaurant von Woody Allen, der gleich um die Ecke wohnt und hier Szenen von "Broadway Danny Rose" drehte.

Der Central Park, der an der 57th St. beginnt und 4 km lang sowie genau 3 Blocks (5th - 7th Av.) breit ist, ist eine Wucht! Kommt man gerade noch aus einer der lärmenden Avenues vor seinen Toren, erwartet man keineswegs so einen schönen, beschaulichen und großen Park. Sein Reiz besteht aus dem großen Kontrast von Naturbelassenheit (der Park ist hügelig und zeigt deutlich den felsigen Untergrund Manhattans) und der allgegenwärtigen Skyline des modernen New Yorks. 1858 erhielten Frederick Law Olmsted und Calvert Vaux von der Stadt den Auftrag zur Gestaltung des Parks, da auf Grund des engen Bebauungsplans klar war, dass es sonst in der Großstadt keine Grünflächen geben wird. Den Park prägen heute viele Wiesen, Seen, Brunnen, hübsche Wege, Treppen, Brücken und Sportflächen. Die schöne grüne Wiese ("Sheep Meadow") auf dem letzten Bild wurde so belassen, wie sie erst 1934 einem Schäfer abgekauft werden konnte; sein Schafsstall wurde zum Restaurant umgestaltet.

Das Lincoln Center an der 9th Av. (zwischen 62nd und 66th St.) ist zweifellos das kulturelle Highlight der West Side, ganz New Yorks und ganz Amerikas. Im Zentrum dieser Ansammlung hochrangiger Theater und Ausstellungen steht an wunderschönem Platze das derzeit weltweit wichtigste Opernhaus, die Metropolitan Opera oder kurz Met, wie sie Klassikfans in aller Welt liebevoll nennen. Die Met wurde erstmals 1883 eröffnet und lag ursprünglich in Midtown am Broadway , bevor sie Ende der 60er Jahre in diesen Neubau in der Westside umzog.

Nur wenig südlich von hier liegt an der Südwestecke des Central Parks der Columbus Circle, die Kreuzung von Central Park West (wie die 8th Av. hier heißt) und Central Park South (59th St.).

Weiter nördlich an der Central Park West (77th-81st St.) befindet sich das Naturkundemuseum (American Museum of Natural History) mit obligatorischem Sauriersaal, ...

... Meteoriten-Ausstellung mit u.a. dem größten je gefunden Eisenmeteoriten (erste beiden Fotos)...

... und meeresbiologischen Modellen.

Gegenüber auf der anderen, der östlichen, von der 5th Av. begrenzten Seite des Central Parks liegt das überaus bedeutende Metropolitan Museum of Art (82nd St.), das 1870 gegründete wichtigste kunsthistorische Museum Amerikas und durchaus gleichrangig mit den Berliner Museen, dem Louvre, der Eremitage oder dem British Museum. Hier eine kleine Auswahl der unzähligen wundervollen Exponate:

griechischer Terracotta-Krater, ca. 750–700 v.Chr., Geometrische Kunstperiode

attischer Marmor-Diskos, 6. Jh. v.Chr.

griechische Rüstungen, 6. Jh. v.Chr.

kykladischer Marmorlöwe, um 400 v.Chr.

Griechischer Skulturensaal

ägyptischer Basaltlöwe, Altes Reich, 4. Dynastie

Das Highlight der Ägyptensammlung ist das Grab des Perneb (ca. 2350–2323 v.Chr., 5. Dynastie), ein originales Grab eines hohen Beamten (königlichen Palastverwalters) des Alten Reiches in Form einer Mastaba (arab. "Bank"), ausgegraben 1913 im pharaonischen Gräberfeld von Sakkara (Unterägypten). Auf den Bildern ist der äußere Hof mit der Fassade der Mastaba sowie die innere Hauptopferkammer mit Scheintür zu sehen. Vor der Scheintür wurden die Opfergaben dargeboten. Rechts hinter der Scheintür befand sich der Schacht, der streng vertikal zur Grabkammer führte.

Gegenstände des 11./12. Dynastie (Mittleres Reich, 2130–1650 v.Chr.); von links nach rechts: Tiefrelief (11. Dyn.), Statue König Mentuhotep I. (Gründer der 11. Dynastie, stellte nach Ende des Alten Reiches und Erster Zwischenzeit das ägyptische Großreich wieder her und machte Theben zur Hauptstadt), 4 Grabbeigaben (in Form von Viehhof, Schlachterei, Arbeiter und Boot [gefunden im Grab eines hohen Hofbeamten, der im Boot sitzend dargestellt wird, flankiert von einem blinden Harfisten und einem Sänger]), liegende Sphinxstatue Pharaos Senwosret III. (12. Dyn., Material: Gneiss)

Statuen der Königin Hatschepsut (Neues Reich, 18. Dynastie, um 1470 v.Chr.; wobei besonders die mittlere, sehr weiblich anmutende Sitzstatue bemerkenswert ist, da die Königin sich zur Untermauerung ihres [illegitimen] Machtanspruches [die Pharaonenwürde stand in Ägypten nur Männern zu] i.d.R. als Mann mit Königsbart abbilden ließ)

Highlight der Mittelaltersammlung ist dieses Gebetsbuch Kaisers Karl des Kahlen (823-877)

Last but not least: eine Pause auf dem Dachgarten des Metropolitan Museum of Art gehört zu den besten Momenten eines New-York-Aufenthalts und einem der schönsten Ausblick auf den Central Park und Manhattan (hier: Blick Richtung Süden auf Midtown, links im Bild die vielleicht nobelsten Apartments New Yorks an der 5th Avenue).

In der Upper East Side östlich des Central Parks fußt am East River zwischen 59th und 60th St. eine der größten Brücken New Yorks: die Queensboro Bridge, welche über das kleine Roosevelt Island hinweg (siehe Foto, nach Roosevelt Island führt die im Bild erkennbare Seilbahn "Roosevelt Island tram") Manhattan mit Queens verbindet und im Jahre ihrer Eröffnung, 1909, die längste Auslegerbrücke der Welt war.

 
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 Lower Manhattan

Läuft man von Midtown entlang von Broadway oder Fifth Avenue nach Süden, begrüßt einen an der Kreuzung dieser beiden berühmtesten Straßen New Yorks mit der 23rd St. als "Eingangstor" nach Lower Manhattan und seinen nördlichsten Stadtteil Chelsea das Flat Iron Building, ein wunderschöner Bau in der Form eines Bügeleisens, und 1902 das erste Hochhaus New Yorks.

Folgt man dem Broadway weiter in Richtung der Südspitze Manhattans, überschreitet man in Greenwich Village die "Nullte Straße" (Houston St.) und durchwandert nun in laaangem Marsch die eher gesichtslosen Wohnviertel Soho ("South of Houston Street") und Tribeca (zur rechten) sowie Little Italy und Chinatown (zur Linken), ...

... um schließlich im äußersten Süden Manhattans ins Herz des Financial District vorzustoßen. Hier, wenige hundert Meter vor der "Altstadt", wo vor 400 Jahren alles mit einem holländische Fort und einer Umfassungsmauer ("Wall Street") begann, überthronten von 1973 bis 2001 neben dem Woolworth-Hochhaus die Doppeltürme des World Trade Center dieses Weltzentrum der Hochfinanzen. Seit "9/11" befindet sich an dessen Stelle, einen Block westlich des Broadways am Hudson River, nur noch der Ground Zero, derzeit ein erschütternd gespenstisches riesiges Loch im Boden. Hier wird derzeit der Freedom Tower errichtet, das dann höchste Gebäude der Welt, das mit seiner Formgebung an die Gestalt der Freiheitsstatue erinnert.

Nur einen Block entfernt am Broadway (Ecke Fulton St.) steht die St. Paul's Chapel, die wie ein Wunder beim Einsturz des World Trade Centers praktisch unversehrt blieb und als Verpflegungs- und Ruhestützpunkt für die Hilfskräfte eingerichtet wurde. Die Kapelle wurde 1766 auf freiem Felde nördlich der Stadtmauer im Stile des gregorianischen Klassizismus errichtet und von Präsident George Washington, der hier 1789 seine Amtseinführung feierte und dessen Stuhl bis heute erhalten ist (siehe Fotos), regelmäßig besucht, bevor die Hauptstadt der USA 1790 von New York nach Philadelphia verlegt wurde.

Geht man weiter den Broadway entlang Richtung Süden, kann man bald nach links in die Wall Street einbiegen, welche immer düster wirkt, da hier links und rechts einer alten engen holländischen Gasse (an deren Nordseite 1652 ein Schutzwall gezogen wurde) Hochhäuser errichtet wurden, als es noch keine Bauvorgaben gab, welche erst später im restlichen Manhattan Straßenzüge ohne Sonnenlicht verhinderten.

Hauptattraktion der Wall Street ist natürlich die New York Stock Exchange als größte Börse der Welt. Der heutige neoklassizistische Bau stammt aus dem Jahre 1903.

Das klassizistische Gebäude der Federal Hall entstand in den Jahren 1834-42. Auf den Stufen der Freitreppe markiert eine Bronzestatue George Washingtons die Stelle, an der er als erster Präsident der USA 1789 seinen Amtseid ablegte. Damals befand sich hier noch die alte City Hall aus dem Jahre 1701, welche von 1789 bis 1790 als nun Federal Hall Sitz des US-Kongresses war und 1812 abgerissen wurde. Der 30 Jahre später fertiggestellte Neubau wurde erst Zollhaus, dann Schatzhaus des Finanzministeriums und schließlich 1955 Museum. Im Bildhintergrund, am Ende der Wall Street an der Ecke Broadway, ist die Trinity Church zu sehen, die 1846 in neogotischem Gewande das alte Gebäude von 1697 ersetzte.

Und wohin gehen echte Wallstreet-Banker, wenn sie Hunger haben? Natürlich zu McDonald's - dem hier vielleicht nobelsten der Welt (mit Live-Piano-Musik) - am Broadway um die Ecke!

Läuft man hingegen die Wall Street südöstlich zum East River hinunter, gelangt man in der alten Hafenstraße (South Street) an der Ecke Old Slip zum NYPD Museum, der historischen Ausstellung des New Yorker Police Departments. Hier kann man modernste oder historische Polizeiuniformen bewundern (1. Vitrine: Motorradstreife um 1950; 2. Vitrine: Uniformen um 1900 und 1960), mal selbst den Knast ausprobieren und die Gedenkhalle mit den Dienstmarken aller im Dienst gefallenen New Yorker Polizisten (seit 9/11 hängen hier sehr viel mehr Marken als früher) besichtigen.

Durchläuft man das alte Hafenviertel nun weiter die South Street entlang nach Norden auf die Brooklyn Bridge zu, erreicht man kurz vor der Brücke den South Street Seaport, eine dem berühmten Fisherman's Wharf in San Francisco nachempfundene Touristenattraktion, welche aus zu Geschäften und Restaurants umgebauten alten Anlegestellen besteht. Zumindest hat man einen schönen Ausblick auf Brooklyn und die Brooklyn Bridge (sowie dahinter die Manhattan Bridge).

Von hier aus kann man nicht etwa direkt auf die Brooklyn Bridge laufen, denn diese reicht weit hinein ins Zentrum von Lower Manhattan und beginnt dort sehr effektvoll in einer Durchfahrt durch das gigantische Neue Rathaus von New York, zu welchem man von der South Street erst sehr weit zurücklaufen muss.

 
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 Brooklyn und Brooklyn Bridge

Die Brooklyn Bridge, welche Lower Manhattan mit Brooklyn verbindet, ist eine Weltsehenswürdigkeit. Sie ist als einst (1883) längste und erste komplett aus Stahl erbaute Hängebrücke der Welt nicht nur ein technisches Wunder an sich - auch die Blicke von der Brücke sind atemberaubend:

Blick zurück auf die Freiheitsstatue und Lower Manhattan mit South Street Seaport und Financial District (das Gebäude mit dem spitzen grünen Dach ist übrigens die Bank of Manhattan in der Wall Street und war 1930 mit 281 m Höhe das höchste Haus der Welt, bis ein Jahr später Chrysler Building und Empire State Building fertiggestellt wurden)

Blick zurück auf den South Street Seaport

Panoramabild (Bitte nicht hier im Internetbrowser, sondern in einem Bildbetrachtungsprogramm ansehen!)

Auf der anderen Seite der Brücke in Brooklyn gibt es wenig Interessantes zu sehen: Fabriken, Geschäfte, endlose gleichausschauende Reihenhausstraßen, Meere von Standard-Wohnblocks, Sportplätze...

Wenn schon nach Brooklyn, dann fährt man am besten mit der Subway gleich einmal ganz hindurch bis zur Endhaltestelle Coney Island, der Perle Brooklyns und New Yorks am Atlantik - das Hausbad der New Yorker! Einst gefeierte Sommerfrische der Stadt, hat Coney Island vor nicht all zu Langem sehr schlechte Zeiten erlebt. Inzwischen wird Coney Island aber von der Stadtverwaltung zu altem Glanze erweckt, so dass es wieder Spaß macht, hier zu baden und promenieren, Zuckerwatte zu essen, Riesenrad zu fahren, auf der Landungsbrücke den Anglern zuzusehen und sich bei Nathan's die (hier vor 90 Jahren erfundenen) besten Hot Dogs der Welt zu holen.

 
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 Bronx

Die Bronx nördlich des Harlem Rivers zählte lange Zeit zu den gefährlichsten Gegenden in New York. Doch auch hier hat die vorbildliche Sicherheitspolitik des letzten Jahrzehnts Wirkung gezeigt, und zumindest bei Tageslicht kann jeder Tourist auch diesen Stadtteil unbedenklich besuchen. Obwohl die Bronx wie Brooklyn, Queens und Staten Island außer endlosen Wohnvierteln wenig zu bieten hat, gibt es hier zumindest zwei Highlights, die einen Besuch lohnen: für Baseball-Fans ist eine Visite bei den New York Yankees (mit dem berühmten übereinander liegenden "NY"-Symbol) Pflichtprogramm; Natur- und Tierfreunde finden in der Bronx den schönsten und sehr bemerkenswerten Zoo New Yorks: den Bronx Zoo im Herzen des Stadtteils. Der Zoo zeichnet sich weniger durch eine übergroßen Artenvielfalt, als vielmehr durch eine sehr kunstvolle und lebensraumechte Gestaltung der großzügigen Gehege und fantastische Beobachtungsmöglichkeiten aus. Selbst bei strömenden Regen ist dies ein tolles Erlebnis.

Besonders gelungen ist das Affenhaus, bei welchem man sich wirklich wie im tropischen Regenwald fühlt und fast vergisst, in einem Zoo zu sein; raffiniert ist auch das Tigergehege, wo man die Tiere aus dem Inneren eines Sees heraus sehr gut beobachten kann.

 
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 Liberty Island, Ellis Island, Staten Island

Man war nicht wirklich in New York, wenn man nicht einmal den festen Boden unter den Füßen verlässt und sich auf eine Schiffsfahrt durch die New York Bay begibt. Als guter Einstieg dient dazu die bei Touristen äußerst beliebte kostenlose Manhattan-Staten-Island-Fähre, welche zwischen beiden Stadtteilen pendelt und tolle Ausblicke auf die Skyline von New Jersey und die Freiheitsstatue bietet.

Will man der Freiheitsstatue, die streng genommen nicht zu New York sondern zum Staate New Jersey gehört, noch näher kommen, muss man dafür die kostspieligere aber unbedingt lohnende Tour direkt nach Liberty Island buchen.

So in Ruhe kann können die Insel und die Statue nur Frühaufsteher bewundern, welche Karten für die aller erste Fähre am Morgen ergattern. Schon eine Stunde später ist die kleine Insel von Touristen übervölkert.

Im Inneren des gut 40 m hohen, im Innenhof des alten Fort Wood errichteten Sockels erfährt der Besucher viele Details über die Baugeschichte der Statue, welche von den beiden deutschstämmigen Franzosen Friedrich August Bartholdi (Entwurf der Skulptur und Ausführung der Kupferplatten-Außenhaut) und Gustav Eiffel (Konstruktion und Ausführung des inneren Stahltrageskelettes) geschaffen und 1886 als mit 46 m (93 m incl. Sockel) nun höchste Skulptur der Welt eingeweiht wurde. Im Inneren des Sockels ist auch die originale Fackel untergebracht.

Das Innere der Statue ist leider seit 9/11 aus (für New Yorker und Touristen nicht nachvollziehbaren) "Sicherheitsgründen" gesperrt; das Glasdach des Sockels gewährt zumindest einen flüchtigen Blick auf die meisterliche Ingenieurskunst des Statueinneren. Der Besuch endet auf dem Dach des Sockels, von wo man der Lady unter den Mantel schauen kann.

Ein Besuch auf Ellis Island, der Nachbarinsel von Liberty Island, stellt normalerweise den kostenlosen Abschluss einer Hafenrundfahrt dar. Ellis Island steht in den USA als Synonym für Immigration, hier kamen zwischen 1892 und 1954 etwa 12 Millionen Einwanderer an und wurden abgefertigt. Während die meisten (98 %) die ersehnte Genehmigung zur Einwanderung erhielten, war Ellis Island für viele Tausende aber auch Endstation: Wer als politisch oder moralisch suspekt galt, durfte das Festland nicht betreten. Das Hauptgebäude wurde 1990 als Ellis Island Immigration Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für viele Besucher ist das eine spannende Reise in die eigene Familienvergangenheit: Anhand digitalisierter Passagierlisten an mehreren Computerterminals fallen Nachforschungen zu Verwandten, die zwischen 1820 und 1957 über Ellis Island in die USA eingewandert sind, relativ leicht.